Blog

Digitales Besuchermanagement für Schweizer KMU: Warum papierlose Empfangsprozesse heute Pflicht sind

Virtueller Portier von Etrocom – digitales Besuchermanagement Kiosk im Eingangsbereich

Das Problem: Der unbesetzte Empfang ist kein Randproblem

Stellen Sie sich vor: Ein Servicetechniker einer externen Firma klingelt morgens um 07:15 Uhr an Ihrer Eingangstür. Der Empfang öffnet erst um 08:00 Uhr. Was passiert? In den meisten Schweizer KMU läuft in diesem Moment nichts – oder schlimmer: Es läuft unkontrolliert.

Kein Protokolleintrag. Keine dokumentierte Sicherheitsunterweisung. Keine automatische Benachrichtigung der internen Ansprechperson. Der Besucher betritt das Gebäude, ohne dass das Unternehmen davon weiss.

«Wer sich im Gebäude befindet, muss jederzeit nachvollziehbar sein – nicht nur aus Höflichkeit, sondern aus rechtlicher Notwendigkeit.»

Diese Realität betrifft die Mehrheit der kleinen und mittelgrossen Unternehmen in der Schweiz. Nicht weil Sicherheit nicht ernst genommen wird, sondern weil die Prozesse am Empfang historisch gewachsen und nicht digitalisiert sind: Ausgedruckte Excel-Listen, handgestrickte Sicherheitsunterweisungen, schlecht dokumentierte Prozesse.

Genau hier setzt digitales Besuchermanagement an.

Was ist digitales Besuchermanagement?

Digitales Besuchermanagement bezeichnet die vollständige Abbildung des Besucherempfangs über ein softwaregestütztes System – vom Voranmelden über den Check-in bis zum Check-out. Im Gegensatz zu papiergebundenen Prozessen werden dabei alle Schritte automatisch protokolliert, Sicherheitsunterweisungen digital durchgeführt und interne Ansprechpersonen in Echtzeit benachrichtigt.

Für Schweizer KMU relevant sind insbesondere folgende Funktionen:

  • Selbstständiger Check-in am Kiosk-Terminal ohne Empfangspersonal

  • Digitale Sicherheitsunterweisung mit Gültigkeitsdauer und Bestätigung

  • Automatische Benachrichtigung der internen Ansprechperson

  • Manipulationssichere Protokollierung aller Besuche mit Zeitstempel

  • Notfallfunktion: Auf Knopfdruck sichtbar, wer sich aktuell im Gebäude befindet


Der Check-in-Prozess im Detail: So funktioniert der Virtuelle Portier

Der Virtuelle Portier von Etrocom bildet den gesamten Besuchsprozess in einem strukturierten, selbsterklärenden Ablauf ab. Der Besucher benötigt keine Einweisung – das System führt ihn Schritt für Schritt durch den Empfangsprozess.

Schritt 1: Abteilung oder Ansprechperson wählen

Der Besucher wählt am Touchscreen zunächst die gewünschte Abteilung – etwa Geschäftsleitung, HR, Logistik oder Marketing. Die Auswahl kann alphabetisch oder per Suchfunktion erfolgen. Im nächsten Schritt wird die spezifische Kontaktperson ausgewählt.

«Der Besucher wählt seine Ansprechperson selbständig aus dem Verzeichnis – inklusive Foto und Titel. Das schafft Orientierung und ersetzt den klassischen Empfangsanruf.»

Virtueller Portier – Abteilungsauswahl am Kiosk-Terminal


Schritt 2: Anruf oder Registrierung

Nach der Auswahl der Ansprechperson kann der Besucher direkt einen Anruf initiieren. Die Verbindung läuft über Telefon oder optional über MS Teams. Alternativ startet der Besucher den Registrierungsprozess.

Virtueller Portier – Anruf-Funktion mit Mitarbeiterprofil


Schritt 3: E-Mail-Adresse eingeben und Check-in starten

Der Besucher gibt seine E-Mail-Adresse am Terminal ein und bestätigt per «Registrieren». Vorregistrierte Besucher werden automatisch erkannt – der Prozess ist für sie noch kürzer.

Virtueller Portier – Check-in per E-Mail-Adresse am Touchscreen-Terminal


Schritt 4: Persönliche Angaben erfassen

Name, Vorname und optional Firma oder Organisation werden erfasst. Die Felder sind konfigurierbar – je nach Unternehmensanforderung können weitere Pflichtfelder ergänzt werden (z.B. KFZ-Kennzeichen für Werksgelände).

Virtueller Portier – Erfassung persönlicher Besucherdaten beim Check-in


Schritt 5: Sicherheitsunterweisung durchlaufen

Vor dem finalen Check-in durchläuft der Besucher die digitale Sicherheitsunterweisung. Diese ist je nach Besucherkategorie unterschiedlich konfiguriert: Ein Lieferant erhält andere Inhalte als ein Verwaltungsbesucher oder ein Fremdarbeiter im Produktionsbereich. Die Unterweisung wird mit einer digitalen Unterschrift bestätigt und mit einer definierten Gültigkeitsdauer im System hinterlegt.


Schritt 6: Check-in abschliessen

Nach Abschluss der Unterweisung und Bestätigung erscheint die Meldung «Check-in abgeschlossen». Das System bestätigt dem Besucher gleichzeitig, wer seine interne Ansprechperson ist – und diese Person erhält in demselben Moment eine automatische Benachrichtigung über den erfolgreichen Check-In. Auf Wunsch wird ein Besucherausweis gedruckt.

Virtueller Portier – Check-in abgeschlossen, interner Kontakt wird benachrichtigt


Selbstständiger Check-out

Beim Verlassen des Gebäudes kann sich der Besucher mit der E-Mail-Adresse am Terminal wieder identifizieren und auschecken. Das System benachrichtigt den Gastgeber über den erfolgreichen Checkout. Alternativ ist ein Checkout über den auf dem Besucherausweis aufgedruckten QR-Code möglich oder durch den Gastgeber.

Virtueller Portier – Check-out mit Zeitstempel und internem Kontakt

Normanforderungen: Was Schweizer KMU rechtlich schuldig sind

Digitales Besuchermanagement ist keine Kür. Drei internationale Normen sowie das schweizerische Recht definieren klare Anforderungen – und alle drei laufen auf dasselbe hinaus: Besucherzugang muss dokumentiert, nachvollziehbar und kontrolliert sein.

ISO 45001 – Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

ISO 45001, Kapitel 8, fordert explizit die Führung einer Besucherliste für alle Personen auf dem Gelände, die Kontrolle von externen Personen auf dem Betriebsgelände sowie die Sicherstellung, dass Besucher unterwiesen oder informiert werden – nachweisbar und mit Gültigkeitsdauer.

«Das Modul Sicherheitsunterweisung des Virtuellen Portiers stellt sicher, dass Besucher und Fremdarbeiter eine nachvollziehbare Sicherheitsunterweisung durchlaufen und diese mit einer Gültigkeitsdauer digital abgelegt wird.»

Ergänzend gelten in der Schweiz die ArGV 3 (Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz) sowie die SUVA-Richtlinien zur Arbeitssicherheit, die eine nachweisbare Dokumentation der Unterweisung voraussetzen. Im Schadenfall – etwa bei einem Unfall einer externen Person auf dem Betriebsgelände – ist der fehlende Nachweis ein erhebliches Haftungsrisiko für die Geschäftsleitung.

ISO 27001 – Informationssicherheitsmanagement

Anhang A von ISO 27001 adressiert physische Sicherheit direkt: Kontrolle des physischen Zutritts zu Gebäuden und sensiblen Bereichen, Protokollierung von Besucherzugängen sowie Begleitung von Besuchern in geschützten Bereichen. Für Unternehmen mit ISO-27001-Zertifizierung oder -Vorbereitung ist ein digitales Besuchermanagementsystem damit kein optionales Feature, sondern Bestandteil des Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS).

ISO 22000 / HACCP – Lebensmittelsicherheit

Für Betriebe im Lebensmittelbereich – Produktion, Verarbeitung, Lagerung – gelten zusätzliche Anforderungen: ISO 22000 und das HACCP-Konzept setzen voraus, dass externe Personen in sicherheitsrelevanten Bereichen dokumentiert unterwiesen werden, bevor sie Zugang erhalten. Bereichsspezifische Unterweisungen (unterschiedliche Inhalte für Produktion, Lager, Verwaltung) sind dabei Pflicht.


Revisionssichere Protokollierung und revDSG

Das revidierte Datenschutzgesetz der Schweiz (revDSG), in Kraft seit September 2023, stellt zusätzliche Anforderungen an die Verarbeitung von Personendaten – auch im Besuchermanagement. Digitale Systeme müssen Datensparsamkeit, Zweckbindung und Datensicherheit gewährleisten. Der Virtuelle Portier von Etrocom wurde mit Blick auf revDSG-Konformität entwickelt.


Häufig gestellte Fragen zum digitalen Besuchermanagement

Funktioniert das System auch ohne Empfangspersonal?

Ja. Der Virtuelle Portier ist explizit für unbesetzte Empfangsbereiche konzipiert. Der gesamte Check-in-Prozess läuft selbstständig am Terminal ab – inklusive Sicherheitsunterweisung und automatischer Benachrichtigung der internen Ansprechperson.

Welche Hardware wird benötigt?

Der Virtuelle Portier läuft auf einem Standard-Touchscreen-Terminal (Standsäule oder Wandmontage). Es ist keine spezifische Hardware von Etrocom erforderlich – das System ist hardwareunabhängig.

Ist eine Integration in Microsoft 365 / Teams möglich?

Ja. Die Integration in Microsoft 365, Microsoft Teams und Azure Active Directory (Entra ID) ist optional möglich. ImStandard läuft der Portier aber auch völlig unabhängig von Ihrer Infrastruktur.

Wie lange dauert die Implementierung?

Erfahrungsgemäss ist der Virtuelle Portier innerhalb weniger Wochen produktiv – ohne neue IT-Infrastruktur und ohne aufwändige Schnittstellenprojekte.

Ist das System DSGVO- und revDSG-konform?

Der Virtuelle Portier wurde für den Schweizer Markt entwickelt und berücksichtigt die Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes der Schweiz (revDSG). Für DSGVO-relevante Kontexte (z.B. Niederlassungen in der EU) empfiehlt Etrocom eine individuelle rechtliche Prüfung.

Fazit: Besuchermanagement ist Risikomanagement

Ungeregelte Empfangsprozesse sind in Schweizer KMU weit verbreitet – und werden häufig unterschätzt. Die Kombination aus Haftungsrisiken (ISO 45001, ArGV 3, SUVA), Informationssicherheitsanforderungen (ISO 27001) und Datenschutzpflichten (revDSG) macht digitales Besuchermanagement heute zu einer unternehmerischen Notwendigkeit, nicht zu einem Nice-to-have.

Der Virtuelle Portier von Etrocom adressiert diese Anforderungen als SaaS-Lösung, die in bestehende Microsoft-365-Umgebungen integriert wird – ohne neue IT-Infrastruktur, einsatzbereit in wenigen Wochen.

«Digitales Besuchermanagement mit integrierter Sicherheitsunterweisung: messbar, nachweisbar, normkonform.»

Bereit für einen Empfang, der begeistert?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Etrocom GmbH

Untere Bergstrasse 8, 8103 Unterengstringen

+41 44 536 36 66

marcel@etrocom.ch

Ihre Nachricht wurde gesendet. Bitte füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus, damit wir Ihre Bedürfnisse besser verstehen können.

© 2025, Etrocom GmbH

|

|

Bereit für einen Empfang, der begeistert?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Etrocom GmbH

Untere Bergstrasse 8, 8103 Unterengstringen

+41 44 536 36 66

marcel@etrocom.ch

Ihre Nachricht wurde gesendet. Bitte füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus, damit wir Ihre Bedürfnisse besser verstehen können.

© 2025, Etrocom GmbH

|

|

Bereit für einen Empfang, der begeistert?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Etrocom GmbH

Untere Bergstrasse 8, 8103 Unterengstringen

+41 44 536 36 66

marcel@etrocom.ch

Ihre Nachricht wurde gesendet. Bitte füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus, damit wir Ihre Bedürfnisse besser verstehen können.

© 2025, Etrocom GmbH

|

|